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Pflanzensteckbrief Alpen-Edelweiss

Alpen-Edelweiss (Leontopodium alpinum)
Pflanze: Alpen-Edelweiss

Lateinischer Name: Leontopodium alpinum

Familie: Korbblütler Asteraceae

Gattung: Edelweiß (Leontopodium)

Die Pflanze:

Das Edelweiß ist eine bis zu 20 cm hohe, weiß-filzig behaarte Pflanze. Besonders stark ist die Behaarung an der an der Blattunterseite. Aufgrund ihres charakteristischen Aussehens ist eine Verwechslung mit anderen Pflanzen kaum möglich. Die sternförmige, leuchtend weiße, allseits bekannte, und vielerorts als "Wahrzeichen der Alpen" verwendete, Blüte ist eigentlich nur eine Scheinblüte. Die deutlich sichtbaren weißen Hochblätter umrahmen die eigentlichen Blüten, die klein und unscheinbar, aber dennoch deutlich erkennbare Korbblüten sind. Den kurzen Sommer nützt die Pflanze mit ihrer langen Blühdauer von Juli bis September komplett aus. Bestäuber sind Insekten (Fliegen, Bienen, Falter, Käfer). Auch wenn die Blüten außergewöhnlich auffällig sind – die Insekten werden vermutlich durch die extravagante Duftzusammensetzung der Blüte angelockt. Neben ätherischen Ölen, enthält die Edelweißblüte nämlich auch Stoffe, wie sie zum Beispiel auch im menschlichen - vor allem männlichen - Schweiß vorkommen.


Vorkommen:

Das Edelweiß bevorzugt nährstoffarme Standorte, entweder direkt im felsigen Bereich oder seltener auf Almen und Matten. Es kommt nirgends häufig vor, ist aber dennoch eine Zeigerpflanze für eine ganze alpine Pflanzengesellschaft, dem Blaugras-Rasen. Menschen, die große Höhen nicht schätzen, werden das Alpen-Edelweiß kaum jemals an seinem natürlichen Standort antreffen, findet es sich doch meist in Seehöhen zwischen 1.800 und 3.000 Metern. Sowohl kalkhältige, als auch saure Standorte auf kristallinem Gestein werden besiedelt, solange die Konkurrenz anderer Pflanzen nicht zu stark ist.


Wissenswertes:

Im Garten ist das Edelweiß eine beliebte Steingartenpflanze. Obwohl hier aufgrund der geringeren Seehöhe und des freundlicheren Klimas die Pflanzen größer werden, erfreut die Blüte der Bergstandorte das Auge weit mehr, weil die der weiße Filz die nun größeren Blätter nicht so gut abdeckt und so die ganze Pflanze "nur" silbriggrün erscheint. Das Edelweiß ist eine der ersten Pflanzen, die unter Schutz gestellt wurden. Im Zuge der Romantik gelangte die Pflanze zu großer Beliebtheit und wurde ab Mitte des 19.Jahrhunderts beinahe bis zur Ausrottung gesammelt. Es steht im ganzen Alpenraum unter strengem Schutz und darf weder gepflückt noch gesammelt werden. Aber auch das Auspflanzen von Edelweiß auf Standorte, an denen es derzeit NICHT natürlich vorkommt, das sogenannte "ansalben" ist lt. Naturschutzgesetz genehmigungspflichtig. Dies vor allem deswegen, um eine unbeabsichtigte Bastardisierung des echten Edelweißes mit den meist aus dem Himalaya stammendes Gartenformen zu vermeiden. Neben dem großen symbolischem Wert, ist das Alpen-Edelweiß auch eine Heilpflanze gegen Bauchbeschwerden. Seinen Ruf als "Liebespflanze" verdankt es auch die klischeehafte Verwendung als Liebesbeweis in so manchem Heimatfilm.


Bildrechte:

Bildlizenz: Das Bild ist Public Domain und unterliegt somit keiner Lizenz und darf in jeder Form frei weiterverwendet werden

Bildautor/Bildquelle: Fritz Gelhard

 

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