Pflanzensteckbrief Gewöhnliche Osterluzei
Lateinischer Name: Aristolochia clematitis
Familie: Osterluzeigewächse Aristolochiaceae
Gattung: Pfeifenblumen (Aristolochia)
Die Pflanze
Blüte/Blüten
| JAN | FEB | MÄR | APR | MAI | JUN | JUL | AUG | SEP | OKT | NOV | DEZ |
Blütenfarbe: graugrün
Blühdauer:
von Mai bis Juni
Vorkommen
Braucht kalkhaltigen, nährstoffreichen, lockeren Lehm- oder Lößboden, der überreich an Nitrat sein sollte. Gedeiht nur in klimatisch begünstigten Gegenden. Heimat: Mittelmeergebiet. Besiedelt in Mitteleuropa alte Weinberge, Wegränder im Weinbaugebiet, seltener Waldränder oder Gebüsche. Erreicht etwa mit der Anbaugrenze von Wein die Nordgrenze ihrer Verbreitung. Selten, kommt aber an ihren Standorten oft in kleineren Beständen vor. Steigt in warmen Alpentälern bis etwa 800 m.
Wissenswertes
Die Osterluzeiblüte ist eine Fliegen-Kesselfalle. Die Innenseite der tütenartigen Blütenöffnung ist durch einen Wachsüberzug so glatt, dass landende Fliegen abrutschen und dadurch in den Kessel am Blütengrund fallen. Abwärts gerichtete Haare verhindern ein Hinauskriechen. Wenn die Insekten artgleichen Blütenstaub mitbringen, bestäuben sie die Narben am Grund des Kessels. Welkt die Blüte, öffnen sich die Staubgefäße und pudern die Insekten im Kessel mit Blütenstaub ein. Jetzt welken auch die Sperrhaare und geben die Gefangenen frei. - Durch Aristolochiasäure giftig. - Ähnlich: A. rotunda L.: Blüten grünlich, mit halbmondförmigen, braunschwarzen Flecken. Tessin; zerstreut.
Bildrechte
Bildlizenz: Das Bild wurde unter der Lizenz GNU Free Documentation License veröffentlicht und darf unter den Bestimmungen dieser Lizenz weiterverwendet werden.Bildautor/Bildquelle: Kurt Stueber
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