Ihr Gartenhaus richtig pflegen und absichern
Gartenhauspflege im Frühjahr und Sommer
Die Frühjahrszeit ist der Start für eine neue Gartensaison. Und meist kann nicht nur der Garten selbst eine „Frischzellenkur“ vertragen, auch das Gartenhaus hat im Winter unter Eis und Schnee gelitten.
Da Gartenhäuser fast vollständig aus Holz gefertigt sind, sollte die Oberfläche jedes Jahr nach Ende der kalten Jahreszeit entsprechend gepflegt und die Verwitterungsspuren des Holzes entfernt werden.
Hatte das Gartenhaus schon einen Anstrich und ist dieser stark angegriffen bzw. abgeblättert, dann muss die Farbschicht zusammen mit dem angesetzten Dreck und Moos wieder abgeschliffen werden.
Je nach Zustand des Anstrichs muss die Farbentfernung nicht jedes Jahr durchgeführt werden, sondern kann auch nur ausgebessert bzw. an den Stellen, wo die Farbschicht rissig oder dünn wird, überstrichen werden. Meist ist ein kompletter Neu-Anstrich erst nach gut fünf oder gar zehn Jahren notwendig, was aber auch von der Qualität der aufgetragenen Farbe abhängt.
Wer das Haus von einem alten Anstrich befreit hat, der sollte danach eventuell einen Bläueschutz auftragen. Das ist ein sehr dünnflüssiger Anstrich, der das Holz vor Schimmelbefall schützt.
Danach können Sie sich entscheiden: Soll das Haus wieder deckend mit Farbe angestrichen werden oder soll das Holz als solches mit seiner Farbe und Maserung sichtbar bleiben. Dann reicht schon eine farblose Lasur. Empfehlenswert sind hier hochwertige Lacke, die mit einem UV-Schutz arbeiten, sodass die Holzoberfläche von der Sonneneinstrahlung geschützt ist und sich nicht stark verfärbt. Außerdem sollte die Lasur das Holz vor dem Eindringen von Feuchtigkeit bewahren.
Eine zusätzliche Verschönerung ist die Begrünung des Gartenhauses mit Kletterpflanzen wie Kletterrosen, Efeu oder Knöterich, bedeutet aber auch wieder mehr Pflege- und Instandhaltungsarbeiten. Denn die Pflanzen benötigen für das Hochwachsen an den Holzwänden ein Holzspalier als Kletterhilfe. Dieses wird meist direkt an der Wand befestigt.
Außerdem sollten auch mögliche Winterschäden an Wasserleitungen, Fenstern oder der Regenrinne jedes Jahr repariert werden.
Gartenhauspflege im Herbst und Winter
Naht wieder die kalte Jahreszeit, sollten Sie Ihr Gartenhäuschen winterfest machen. Mit einem Anstrich und dem Verwenden einer hochwertigen Farbe bzw. Lasur haben Sie schon den ersten Schritt gemacht, dass das Holz und damit das Gartenhaus vor Wasserschäden geschützt ist. Gegen Wasserschäden und sonstige Schäden kann man das Gartenhaus versichern.
Dennoch ist es wichtig, vor dem ersten Frost das ganze Haus zu prüfen: Dach, Fenster, Regenrinnen, Wände, jede mögliche undichte Stelle sollte ausfindig gemacht und abgedichtet werden. Außerdem sollten Sie ohnehin regelmäßig das Gartenhaus lüften, um es von Schimmelbefall frei zu halten.
Ist das Gartenhaus mit Pflanzen bewachsen, müssen diese – je nach Pflanzenart – zurückgeschnitten werden.
Hat das Gartenhaus Wasserleitungen, dann sollten diese vor dem Frost abgestellt und geleert werden, damit sie nicht platzen und große Schäden im Haus anrichten. Unbedingt geheizt werden muss das Gartenhaus über den Winter nicht, außer Sie verwenden es als Winterstatt für Gartenpflanzen. Dafür bieten sich Elektroheizungen an, die das Haus dann kontinuierlich warm halten. Allerdings ist das regelmäßige Heizen nicht gerade billig.
Hat es stark geschneit, sollten Sie darauf achten, dass das Dach des Gartenhauses nicht zu schwer von der Schneemasse belastet wird und den Schnee gegebenenfalls entfernen. Auch wenn die Holzwände zu hoch mit Schnee über einen längeren Zeitraum zu liegen, kann Feuchtigkeit ins Holz eindringen. Auch dieser Schnee sollte weggeschippt werden.
Ihr Gartenhaus mit einer Gartenhausversicherung absichern
Hat Ihr Gartenhaus einen entsprechenden Wert, dann können Sie es und die dort eingelagerten Gegenstände gegen Schäden wie Feuer, Einbruchsdiebstahl, Vandalismus, Leitungswasserschäden sowie Sturm und Hagel mit einer Gartenhausversicherung absichern lassen.
[Susanne Braun]