Pflanzenjauchen – Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel

Im Regelfall sind Brennnessel und Schachtelhalm ehr unliebsame Gäste im Garten, die man eher daran hindert, sich auszubreiten. Jedoch können diese unbeliebten Beikräuter sehr wertvolle Dienste für andere Pflanzen verrichten. Als Jauche lassen sie sich nämlich hervorragend zum Düngen und zur Bekämpfung zahlreicher Schädlinge einsetzen, da sie sehr viele Mineralien enthalten und durch ihre sekundären Inhaltsstoffe vor allem gegen Blattläuse wirken:

Brennnessel-Staude

Photo by Simplicius, GNU/FDL

Um eine Jauche anzusetzen, nimmt man 10 Liter Wasser und gibt 1 kg frische Pflanzen hinein. Dann deckt man das Ganze ab und stellt es 1-2 Wochen in die Sonne. Dabei setzt ein Gärungsprozess ein, der erst endet, wenn die Mischung nicht mehr schäumt. Sobald die so hergestellte Jauche fertig ist, hat man einen tollen Dünger für die meisten anderen Pflanzen. Wichtig ist jedoch, dass man die so gewonnene Jauche nicht unverdünnt zum Düngen verwendet, da sie zu scharf ist. Man verdünnt sie daher zumeist auf ein Verhältnis von 1:10, also 1 Teil Jauche, 10 Teile Wasser.

Sprüht man die Jauche gegen Blattläuse, nehmen diese meist schon nach den ersten Behandlungen Reißaus, da sie die Inhaltsstoffe nicht ertragen.

Zur einfachen Stärkung von Pflanzen legte man die Brennnesseln einfach einen Tag in kaltes Wasser. Diesen Kaltauszug kann man unverdünnt und direkt verwenden.

Mischt man die Brennnesseljauche 5:1 mit Schachtelhalmjauche, so erhält man darüber hinaus ein recht wirkungsvolles Stärkungsmittel gegen Pilzbefall.

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