Schäden durch Erdflöhe
Gerade Kohlgewächse haben in der warmen Jahreszeit sehr unter Erdflöhen zu leiden und zeigen dann oft Loch- und Fensterfraß. Besonders Radieschen und Rettich sind hier sehr anfällig, aber auch alle Kohlarten. Dies führt bis zur totalen Vernichtung junger Bestände, wenn die Flöhe in Massen auftreten.
Die Kohlflöhe überwintern in Ritzen, Hecken und im Mulch des Vorjahres und sind ab März an warmen Tagen aktiv. Sobald sie frische Keimlinge finden, weichen sie von Beikräutern auf diese aus um Ende Mai unter diesen ihre Eier abzulegen, aus denen nach 10 Tagen die Larven schlüpfen. Diese ernähren sich von den Faserwurzeln der Pflanzen, wobei der dadurch erlittene Schaden für die Pflanze nicht so dramatisch ist. Erst die im Sommer schlüpfenden Jungtiere verursachen dann den Lochfraß an den Blättern.
Handelsübliche Gemüsenetze helfen nicht oder nur wenig gegen die Erdflöhe, da diese zu durchlässig sind. Verhindern kann man den Befall nie zur Gänze, aber eine rechtzeitige Auflockerung der Erde und das Entfernen von Beikräutern kann den Befallsdruck deutlich reduzieren, da damit den Flöhen die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Ebenso hilft das ständige feuchthalten des Bodens, die Ausbreitung der Flöhe zu verhindern, da diese Feuchtigkeit nicht gut vertragen.